Jede Person lernt unterschiedlich. So entsstehen heterogene Lerngruppen mit verschiedenen Lerntypen. Diesem Umstand können digital angereicherte Lernangebote in besonderer Weise begegnen, weil viele Methoden der Schaffung von Individualisierungsmöglichkeiten im digitalen Raum maßgeblich erleichtert werden, zum Beispiel:
  • Bereitstellung verschiedenartiger Medien zum gleichen Inhalt
  • Ermöglichung von individualisierten Produkten von Studienleistungen
  • Anwendung verschiedener Arbeitsweisen
  • Verzahnung von Fähigkeiten und Lerninhalten
Symbolbild für einen Ornder

Individualisierung durch breites Angebot schaffen

Normalerweise führen mehrere Wege zum Ziel. Indem Sie digitale Tools nutzen, wird es deutlich leichter, verschiedene Aktivitäten zur Bearbeitung eines Inhalts zur Verfügung zu stellen. Indem Sie Lernende frei wählen lassen, können diese ihre Stärken zum Ausdruck bringen und ihre Lernbedarfe gezielt adressieren. Nutzen Sie zum Beispiel einen Ordner, um verschiedene Angebote zu einer Fragestellung zu machen. 

Beispiel Verstehen eines Fachbegriffs:
  • Stellen Sie Ihre Vorlesungsfolien zur Verfügung, auf denen der Begriff erklärt wird
  • Geben Sie eine Liste von Youtube-Videos frei, in denen der Begriff erklärt wird
  • Zeigen Sie verschiedene Definitionen aus unterschiedlichen Fachbüchern
  • Finden Sie ein gutes Bild oder eine gute Infografik oder lassen Sie Lernende solche finden
  • Zeigen Sie eine Mindmap, in der der Begriff eingeordnet ist oder lassen Sie die Lernenden eine solche erstellen
  • Lassen Sie die Lernenden einen Glossareintrag verfassen
  • ...
Indem Sie den Lernenden frei stellen, mit welchem Material sie den Fachbegriff ergründen möchten, schaffen Sie Raum für Individualisierung. Die Wahrscheinlichkeit, dass für jeden Lerntyp etwas dabei ist, steigt dadurch deutlich und somit auch die Wahrscheinlichkeit für den Lernerfolg. 
    
Symbolbild für einzelne Punkte die miteinander verbunden werden

Mit Vorbedingungen individualisierte Lernwege ermöglichen

Mit Hilfe von Lernpfaden können Sie die Lernumgebung entsprechend des Lernstandes adaptiv gestalten.
  • Führen Sie Ihre Lernenden entlang ihren individuellen Lernbedürfnissen, indem Sie die Sichtbarkeit von Objekten an Vorbedingungen knüpfen
Objekt bei denen Vorbedingungen möglich sind
Welche Objekte können als Vorbedingungen dienen?
Umfrage, Buchungspool, Forum, Datensammlung, Sitzung,
Live Voting, Übung, Test, Links und Linksammlungen, Datei,
Portfoliovorlage, Glossar, Lernkarten, Fragenpool, Wiki, Etherpad, Blog, Chat
Übung: Nur als gesamte Übung, bestanden oder nicht bestanden.
Test: bestanden, nicht bestanden, beendet, nicht beendet
Umfrage: Beendet
Kurs: Bestanden
(SCORM: Beendet, nicht bestanden)
Vorwärtsblättern im Lernmodul reglementieren: Sofern auf Lerrnmodulseiten Fragen eingebettet sind, können Sie in den einstellungen die Funktion "Vorwärtsblättern im Lernmodul reglementieren" aktivieren. Dies bewirkt, dass Fragen erst korrekt beantwortet werden müssen, bevor man weiter blättern darf. 
Lernmodule können nicht als Vorbedingung dienen
Das Projekt zur Erstellung eines Selbstlernkurses zum wissenschaftlichen Arbeiten nutzt die Funktionalitäten der Vorbedingungen sehr intensiv, um die Lernwege der Studierenden gleichermaßen zu unterstützen wie zur Sicherung des Lernstandes zu bestimmten ZEiten zu Nutzen.
    
Symbolbild einer Zielscheibe die von einem Pfeil getroffen wird

Mit Lernzielen zielgenaue Lernempfehlugen geben

Durch die Einstellung "lernzielorientierter Kurs" können Sie Ihren kompletten Kurs anhand von Lernzielen strukturieren. Lernende erhalten entsprechend eines Testergebnisses eine individuelle Rückmeldung zu ihren Stärken in verschiedenen Kompetenzbereichen.
  • Nehmen Sie die Lernenden an die Hand, indem Sie um Inhalte gezielt einordnen und individualisierte Empfehlungen geben.  
  • Visualisieren Sie mit Hilfe von Fortschrittsbalken den individuellen Lernstand 
  • Strukturieren Sie Ihren Kurs entsprechend der relevanten Lernziele und schaffen Sie so Anforderungstransparenz
   
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