Lesen im Studium

7.3 Sich in ein Thema einlesen/Literatur exzerpieren III

Exkurs: Lesetagebuch und Leseprotokoll

Anstatt eines „gewöhnlichen“ Exzerpts kannst du auch ein Leseprotokoll zu einem gelesenen Text führen. Ein Leseprotokoll macht dir bewusst, wo du noch Schwierigkeiten mit dem Text hast und fordert dich heraus, den Text in wenigen Sätzen selbst wiedergeben zu können. Hier (Link zum Word-Dokument) findest du ein Beispiel für ein Leseprotokoll, das du gerne ausdrucken und für dich nutzen kannst.

Eine andere spannende Möglichkeit ist ein Lesetagebuch, das du für deine gesamte Studienzeit führen kannst. In einem Buch oder digital in einem Dokument machst du dir zu jedem Text, den du liest, Notizen, Fragen und Anmerkungen. Im Unterschied zu einem Exzerpt, geht es hier nicht unbedingt darum, alle Argumente festzuhalten oder korrekt zu zitieren. Vielmehr kannst du hier persönlich reflektieren, was du von dem Text hältst, was du für Fragen hast oder ob dich ein Text herausforderst. Ein solches Lesetagebuch ist zum einen toll, weil du immer wieder einen Blick hineinwerfen kannst und sicher merkst, welche Lernprozesse du im Studium durchmachst, wie du dich weiterentwickelst, wie du deine Perspektiven und Ansichten veränderst und wie du einen Text ein paar Jahre später sicher ganz anders liest. Zum anderen kann ein solches Lesetagebuch Inspiration sein, wenn du ein Thema für eine Haus- oder Abschlussarbeit suchst. Immer wieder kannst du blättern oder scrollen und machst dir so bewusst, was du schon alles an Wissen angehäuft hast.

In der Podcast-Episode der Schreibwerkstatt „Schreiben allein zu Hause“ gibt es weitere Tipps, wie du ein Lesetagebuch oder ein Schreibjournal führen kannst (ab Minute 3:40)