ILIAS of the Philipps-Universität Marburg
AutorInnen: Prof. Dr.-Ing. Robert Seuß, Tobias Haelke, Marius Weck
Abstract

„KulturBauDigital“ ist ein Digitalisierungsprojekt zur Unterstützung der öffentlich getragenen Baudenkmalpflege des Landes Hessens. Die mit dieser Aufgabe betrauten Landesbehörden leisten den Erhalt, die Erforschung und Vermittlung komplexer und kleinteiliger Liegenschaften wie Schlossanlagen, Burgruinen, Einzeldenkmäler oder Museen. Ziel des Projektes es durch die Implementierung einer Geodateninfrastruktur mit einem darauf aufbauenden, anforderungsgerechten Geoinformationssystems zur Erfüllung dieser Aufgaben beizutragen. Das Gesamtsystem soll so aufgebaut sein, dass eine Unterstützung durch die Werkzeuge des Building Information Modellings bereits vorgesehen ist. Um eine möglichst praxisnahe Lösung zu entwickeln, sind alle sieben hessischen Landesdenkmalschutzbehörden unter Leitung des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst direkt beteiligt und werden in technischen Aspekten von der Frankfurt University of Applied Sciences unterstützt. Für den GIS-Aspekt des Projektes ist ein Soll-Konzept für geplante Geodateninfrastruktur entstanden. Aufbauend auf strukturierten Bestandsaufnahmen bei allen zukünftigen Nutzerbehörden zur Erfassung der bestehenden IT-Infrastruktur wurde in intensiven Arbeitsgruppensitzungen ein Konzept erstellt. Darin sind ein anforderungsgerechtes Datenmodell, ein fachliches sowie ein Informationstechnischen Konzept vorgesehen. Validiert sind die Festsetzungen im parallel entwickelten Prototypsystem LARS (Landesweites Auskunfts- und Recherchesystem). Gleichzeitig wird die Anwendung von BIM-Werkzeugen in der baulichen Denkmalpflege erforscht. Besondere Herausforderung ist dabei die Modellierung der Bauwerke, da Bauteile nicht standardisiert sind und oft Verformungen aufweisen. In studentischen Projekten wurden bereits Gebäude erfasst und modelliert, um das Potential der BIM-Methode konkret auszuloten. Mit dem Abschluss der Konzeption folgt nun die Systemauswahl mit anschließender Implementierung. Zusätzlich werden die Ergebnisse in einer Handlungsempfehlung für den Einsatz von BIM-Werkzeugen in der baulichen Denkmalpflege zusammengefasst. Parallel werden die Prototypen mit den gesammel ten Erkenntnissen stetig weiterentwickelt.