ILIAS of the Philipps-Universität Marburg
AutorIn: Dr. Thorsten Arendt
Abstract

Die Sinnesorgane sind das „Fenster zur Welt“, sie ermöglichen den Empfang von Reizen aus der Umwelt. Doch wie verarbeitet das Gehirn dieseInformationen? Wie funktioniert Wahrnehmung? Mit diesen Fragen beschäftigt sich der von der DFG geförderte SFB/TRR 135 „Kardinale Mechanismen der Wahrnehmung: Prädiktion, Bewertung, Kategorisierung“, in dem 20 interdisziplinäre Arbeitsgruppen an den Universitäten in Gießen undMarburg mit einerbesonderenKombination aus Verhaltensexperimenten, Physiologie und Modellierungforschen. Dabei mündete die Notwendigkeit eines grundlegenderen Ansatzesfür das Forschungsdatenmanagement nach der ersten Förderphase des SFBin dem Informations-Infrastrukturprojekt NOWA (NeurOscientific Workflow Assistance), das in diesem Poster vorgestellt wird.In NOWA werden Werkzeuge für die gemeinsame Nutzung von Forschungsdaten entwickelt und bestmöglich kombiniert. Um die Reproduzierbarkeit aller Schritte im Lebenszyklus einer wissenschaftlichen Studie zu verbessern –d.h. von der Planung bis zur Veröffentlichung von Forschungsdaten –zielt NOWA darauf ab, einen organisatorischen und technologischen Rahmen zu schaffen, der die Arbeitsabläufe entlang des gesamten Forschungsdatenlebenszyklus unterstützt. Ziel ist es, Forschungsdaten von Beginn an innerhalb der Arbeitsgruppen und des SFB zu teilen und sie zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Ergebnisse „auf Knopfdruck“ öffentlich zugänglich zu machen. Das Poster gibt einen Überblick über die bisherigen Ergebnisse in NOWA. Im analytischen Teil werden einerseits eine auf einer umfangreichen Analyse der in den Fachprojektenverwendeten Forschungs-Workflows basierende homogene Projektstruktur und andererseits ein Domänen-spezifischer Fragenkatalog für die für die Erstellung von Forschungsdatenmanagementplänen verwendete Web-Anwendung RDMO (Research Data Management Organizer) vorgestellt. Der technische Teil des Posters präsentiert das auf Basis der Anforderungen der ForscherInnen entwickelte und auf dem Versionierungssystem Git aufbauende modulare Werkzeug-Set für das aktive Forschungsdatenmanagement. Verschiedene Screenshots zeigen zudem die Anwendung der Konzepte und Werkzeuge in einemausgewählten Fachprojekt des SFB. Abschließend wird in einem Ausblick die Weiterentwicklung und Ergänzung der Konzepte hin zu einer umfassenden Forschungsdaten-Infrastruktur präsentiert: Der Data Hub.