Erfordernis des Vollbeweises beim Primärschaden
Az. L 15 VJ 9/16
Leitsatz
Die gesundheitliche Schädigung als Primärschädigung, d. h. die Impfkomplikation, muss neben der Impfung und dem Impfschaden, d. h. der dauerhaften gesundheitlichen Schädigung, im Vollbeweis nachgewiesen sein. Eine Beweiserleichterung beim Primärschaden im Sinne der Beurteilung "des Zusammenhangs zwischen Impfung und manifestiertem Gesundheitsschaden in einer einzigen gedanklichen Etappe" anhand von "Mosaiksteinen" ist damit nicht vereinbar (Aufgabe der Rspr. des 15. Senats des Bayer. LSG, 31. Juli 2012, L 15 VJ 9/09).
Fundstelle: Bayerisches Landessozialgericht, Urteil vom 26. März 2019 – L 15 VJ 9/16 –, juris.
Modul: P 307; Modul P 307 (Vertiefungsmodul): Haftung und Sanktionen
Normen: IfSG § 60 I 1; § 61 S. 1; § 61 S. 2
Stichworte: Impfschadensrecht; Erfordernis des Vollbeweises beim Primärschaden